Zepf u.a. und Ödipus (2016)

Eine eingehende Auseinandersetzung mit einem Buch, das im Jahr 2014 erschienen ist.

Titelbild von Zepf u.a.: Ödipus und der Ödipuskomplex. Eine Revision.

Verfasst wurde es von 4 Autoren, von denen drei aus dem Saarland kommen:
Prof. Siegfried Zepf, Prof. Florian Daniel Zepf, Burkhard Ullrich & Dietmar Seel.

In diesem Buch von Zepf u.a. findet sich

  • erbärmlich schlechtes Zusammenfassen des großartigen Stückes von Sophokles
  • wüste Zurechtbiegungen antiker Mythen
  • krasses Missverstehen der Theorie von Sigmund Freud

Die Haupttheses der Autoren: Alle Eltern wollen mit jedem ihrer Kinder ein sexuelles Verhältnis aufnehmen und deshalb den jeweils anderen Elternteil aus dem Weg drängen.

Durch ihr Erziehungsverhalten übertragen sie diese eigenen Impulse auf ihre Kinder. Auf diese Weise erwerben die Kinder – quasi als Kopie dieses elterlichen Verhaltensmusters – dann ihren jeweiligen Ödipuskomplex.

Es fragt sich dann, warum dieser Komplex noch „Ödipuskomplex“ genannt wird. Eigentlich müsste er dann ja „Iokaste- und Laios-Komplex“ heißen. Und weil ja angeblich diese beiden ihren eigenen „Ödipuskomplex“ auch nur von ihren Eltern übertragen bekommen haben können, müsste man ja letztlich in der Ahnenreihe noch weiter zurückgehen. Dabei würde man dann am Ende bei Adam und Eva landen, wobei dann unklar bliebe, woher diese beiden denn ihren „Ödipuskomplex“ vermittelt bekommen haben sollten. Aber „Adam- und Eva-Klomplex“ wäre dann auf jeden Fall die korrektere Bezeichnung. [Ironie!]

Meine kritische Auseinandersetzung mit diesem seltsamen Werk – entstanden und verfasst im Jahr 2016 – ist relativ umfangreich ausfgefallen:

„Ödipus und der Ödipuskomplex. Eine Revision.“