Vorträge Narzissmus

… – eine Serie von Beiträgen zum Thema aus dem Jahr 2018:

 

In Kapitel 1 gebe ich eine einleitende Zusammenfassung zu dem, was ich in einzelnen Beiträgen in den weiteren Kapiteln noch vertiefe (https://www.youtube.com/watch?v=U0TosaXMlCA)

 

Kapitel 2 (https://www.youtube.com/watch?v=LipFcvgShm8): Der Inhalt des griechischen Mythos von dem schönen Jüngling Narziss, der in einer Quelle sein Spiegelbild sah und daran verzweifelte.

 

Kapitel 3: Diese wunderschöne Geschichte von einem selbstbewussten, beziehungsfähigen, emotional intelligenten jungen Mann wurde immer wieder auf krasse Weise missverstanden: als Ausdruck egozentrischer, abgestumpfter, beziehungsunfähiger Selbstliebe. Das krasse Unverständnis lässt sich an etlichen Werken der „Ratgeberliteratur“ ablesen:

bei Bärbel Wardetzki (Kapitel 3ahttps://www.youtube.com/watch?v=yLakYz_7r0U),


Kathrin Asper
(Kapitel 3bhttps://www.youtube.com/watch?v=4udiagkFdt0),


Hans-Joachim Maaz
(Kapitel 3chttps://www.youtube.com/watch?v=jGMoJ9KnPFY) und


Heinz-Peter
Röhr (Kapitel 3dhttps://www.youtube.com/watch?v=7X7Mum-ho0o).

 

Kapitel 4 (https://www.youtube.com/watch?v=qCrDOFBNwt0): Das Zustandekommen eines solch krassen Unverständnisses muss nicht verwundern, wenn man die Entstehungsgeschichte dieses Begriffes „Narzissmus“ im Zusammenhang mit der Entwicklung der Freudschen „Psychoanalyse“ betrachtet. Freud greift ein bereits in der Entstehung völlig unklaren Begriff wie „Narcismus“ auf, verdreht ihn selbst noch einmal unbekümmert weiter und macht daraus ein komplett wirres Konzept, dessen Unklarheit bis in die heutigen Tage von Fachleuten zwar immer wieder bejammert wird, woraus jedoch niemand die einzig sinnvolle Konsequenz zieht, nämlich die Forderung, diesen komplett verwirrenden Begriff ein für alle mal ABZUSCHAFFEN.

 

Kapitel 5 (https://youtube.com/watch?v=Fwx-F9lkogk): Die Forderung nach eine ABSCHAFFUNG dieses Begriffes „Narzissmus“ leitet sich nicht zuletzt daraus ab, dass mit diesem Begriff richtig SCHADEN angerichtet werden kann. Deshalb nenne ich den Begriff „Narzissmus“ auch „das Contergan der Psychotherapie“. Das wird an Fall-Beispielen erläutert, an denen v.a. auch der „Narzissmus-Papst“ Prof. Otto F. Kernberg beteiligt war.

 

Kapitel 6 (https://www.youtube.com/watch?v=-bingE32AzI): Im Zusammenhang mit den Erläuterungen zum „Narzissmus“ ist es m.E. auch wichtig, sich über den wirklich klugen Gründer des von ihm als „Psych-Analyse“ benannten Therapieverfahrens klar zu werden: Joseph Breuer! Ein heute leider meist vergessener, überaus kluger Mann, der es verstanden hatte: Gewalt macht seelisch krank! Unterdrückung macht seelisch krank! Er plädiert für einen offenen Ausdruck von Gefühlen, für emotionale Intelligenz. Er ermuntert seine Klientin Bertha Pappenheim zur Selbstverwirklichung. Das hatte ihr wirklich sehr gut geholfen!

 

Kapitel 7a (https://www.youtube.com/watch?v=gklg5rt9xPA): In diesem Kapitel erläutere ich die frühen „theoretischen“ Ansätze von Freud: Sein Umgang mit Ernst Fleischl von Marxow, dem er Kokain zur Überwindung seiner Morphinsucht empfiehlt. Oder Emma Eckstein, der er für ihre Magenschmerzen eine Operation durch seinen Freund Wilhelm Fließ empfiehlt – Herausschneiden von Teilen ihrer Nasenmuschel mit einer Knochenzange. Nachdem Fließ dabei ein größeres Gefäß verletzt hat, reist er schnell nach Berlin ab, nachdem er die Wunde notdürftig verstopft hat. Die junge Frau verblutet beinahe daran, steht über Tage auf der Kippe zwischen Leben und Tod, und Freud attestiert ihr, dass es „Wunschblutungen“ seien, „wahrscheinlich zu Sexualterminen„. Seine Spinnereien über eine Epidemie an väterlichen Vergewaltigungen, die allein für sämtliche psychosomatische Probleme verantwortlich seien, ist dann der Vorläufer für seine noch groteskere Theorie vom „Ödipuskomplex„, mit der er seine neoliberalistische Opferbeschuldigungs-Kampagne auf die Spitze treibt.

 

Kapitel 7b (https://www.youtube.com/watch?v=PaZolzEDKys&): Eine Fallstudie, die Freud kurz nach seiner „Entdeckung“ des Ödipuskomplexes in die Welt setzt. (Die Behandlung findet in Jahr 1900 statt, wird 1905 als „Bruchstück einer Hysterieanalyse“ publiziert.) Wirklich entlarvend, welche widerwärtigen Unterstellungen dort formuliert sind, die bis heute in der psychoanalytischen Gemeinschaft hoch im Kurs stehen. Herausragende Figur ist die zur Zeit des Beginns ihrer „Analyse“ gerade 18 Jahre alt wird, die sich den Unsinn von Freud nur 10 Wochen lang anhört, bevor sie ihn dann – auf absolut pfiffige Art und Weise! – von heute auf morgen, an Silvester 1900, aus ihren Diensten entlässt. Gut ein Jahr später, am 1. April 1902, taucht sie noch einmal in Freuds Praxis auf – um den Meister in den April zu schicken. Und er fällt drauf rein, und er schreibt seine Blamage auch noch auf, so dass wir heute noch mit Ida Bauer über diesen Trottel lachen können! Bravo, Ida Bauer! Großartig!

 

 

Am Ende noch ein Hinweis auf die Kunstgegenstände und Bilder im Hintergrund. V.a. in Bezug auf den Pan lohnt es sich, die schriftliche Erläuterung im Begleittext zu lesen: https://www.youtube.com/watch?v=PkC688YXs4cI

Eine transportable Datei findet sich hier:

Narzissmus_YT_Serie