Siegfried Zepf u.a.

... oder: Wie pervers ist die Menschheit?

In ihrem Buch „Ödipus und der Ödipuskomplex – Eine Revision“ untersuchen vier saarländische Autoren den Mythos von Ödipus und bemühen sich dabei, eine „vertiefte“ Sicht auf die alte Erzählung beizusteuern. Unbeschwert verfälschen sie den Mythos, reimen sich eigene Varianten zurecht und behaupten auf dieser Grundlage am Ende: Alle Eltern wollten mit jedem iher Kinder Sex haben und deshalb den jeweils anderen Elternteil aus dem Weg räumen. Diese Impulse „sublimierten“ sie jedoch in ihrem Erziehungsverhalten, wodurch sich den Kindern die entsprechenden Impulse vermittelten. So also komme der berühmte „Ödipuskomplex“ zustande, der von den Eltern jeweils auf ihre Kinder „vererbt“ würde. Woraus folgt, dass bereits die Eltern von Ödipus – König Laios und Königin Iokaste – diese Impulse von ihren Eltern vermittelt bekommen hätten, und diese wiederum von deren Eltern, so dass wir am Ende bei Adam und Eva landen müssten, wodurch sich eigentlich der Begriff „Adam&Eva-Komplex“ empfehlen würde.

Zu dieser grotesken Abhandlung habe ich meinerseits eine Abhandlung verfasst, die an Qualität und Umfang die Ausgangsarbeit noch bei Weitem übertrifft:

Oedipus_Zepf