Auf dieser Web-Seite sind einige Traktate und Videos über Figuren und Personen versammelt (s. Bildleiste links), die von Vertretern der Freudschen „Psychoanalyse“ in grober Weise missverstanden wurden.

(Auf dieser Webseite führe ich auch eine ausgedehntere Auseinandersetzung mit einigen VertreterInnen dieser Zunft.)

Die Texte sind ausführlicher abgedruckt &

veröffentlicht in den Schriften des Verlages:

Der Stammbaum und die 7 Zweige

bzw., sofern sie als Zeitschriftenbeiträge erschienen sind, hier als pdf-Dateien herunterzuladen.

 

Oktober 2013

 

Über „openPetition“ habe ich eine Petition initiiert. Darin appelliere ich an Politik und Fachverbände, Maßnahmen gegen (schädliche) Opferbeschuldigung in der Psychotherapie zu ergreifen.

Bitte beteiligen und weitersagen! Vielen Dank!

 

 

 

Letzte Publikation (November 2012)

 

Inhaltsangabe per pdf-datei

                                                                                                 

GRADIVA.

Wahrhafte Dichtung und wahnhafte Deutung.

Der vollständige Briefwechsel von

Wilhelm Jensen und Sigmund Freud,
[Freuds Briefe an Wilhelm Jensen werden hier erstmals publiziert!]

Erläuterungen zu Jensens Novelle ‚Gradiva’

und ihrer Interpretation durch Freud,

Jensens Lebenswirklichkeit,

einige seiner Gedichte

– darunter sein Spottgedicht auf Freuds Deutung –

und der illustrierte Gesamttext der ‚Gradiva’

(unter Einbezug der Erstveröffentlichung von 1902).

ISBN 978-3-9805272-4-8, 240 S., 19,99 €)

 

 

Vorletzte Publikation im Verlag (Dezember 2005):

Ödipus – komplex betrachtet.

Männliche Unterdrückung und ihre Vergeltung
durch weibliche Intrige als zentraler Menschheitskonflikt.
Nebst Ausführungen zu den Problemen des schönen und
selbstbewussten Jünglings Narziss.
Der Beitrag alter Mythen zur Überwindung eines modernen Irrglaubens.

(ISBN 3-9805272-3-9, 720 S., 24,90 €)

 

Bestellungen von Büchern aus dem Programm des Verlages
auch über Email (Ladenpreis, portofrei).

 

 

In diesen Texten geht es um die „Psych-Analyse“ – ein von dem Wiener Arzt Josef Breuer geprägter Begriff. Breuer meint damit die Behandlung, die er bei seiner Patientin Bertha Pappenheim (1880/1881) entwickelt hat. In einem Brief an Sigmund Freud schlägt Breuer vor, sein Verfahren „Psych-Analyse“ zu nennen – in Anlehnung an das Theaterstück „König Ödipus“ von Sophokles, das Schiller 1787 in einem Brief an Goethe als „tragische analysis“ [ana = zurück, rückwärts; lyein = lösen] bezeichnet hatte: Der Ödipus des Sophokles versteht es, aufrichtig und selbstlos die lange zurück liegenden Umstände seiner familiären Verstrickung – aus der Rückschau – aufzulösen. (Breuers Brief wird im Sigmund-Freud-Archiv in New York aufbewahrt und ist bis ins Jahr 2113 nicht öffentlich zugänglich; meine Information stammt aus zuverlässiger Quelle.)

Breuer erkennt uneingeschränkt die schädigende Wirkung von Traumatisierungen an. Er versteht darunter ein breit gefasstes Spektrum überwältigender Erfahrungen: Fortgesetzte Entwertung, Unterdrückung, Tabuisierung, Missachtung, Nicht-Beachtung und vieles mehr. Breuer sah auch Sexualität als Lebensbereich an, in dem problematische Erfahrungen häufig waren; sexueller Missbrauch gehörte für ihn selbstverständlich – aber keineswegs allein – zu traumatisierenden Erfahrungen.

Das Verfahren, das Sigmund Freud aus dem Modell Josef Breuers entwickelt hat, steht dazu im völligen Gegensatz. Freud übernimmt zwar in der „Traumdeutung“ (Freud, 1899/1999, S. 180-183) die Analogie zum „König Ödipus“. Aber er spricht – widersinnig – von dem Stück des Sophokles als einer „kunstvoll verzögerten Enthüllung“. Tatsächlich werden die Enthüllungen mit stringenter Klarheit und atemberaubender Geschwindigkeit von Ödipus vorangetrieben. Vor allem missversteht Freud den „König Ödipus“ als Vorlage seiner ab 1897 vertretenen Beschuldigung von Kindern als „polymorph pervers“, sie wollten sich z.B. triebhaft in das Sexualleben ihrer Eltern einmischen.

Sophokles und Breuer haben jedoch – umgekehrt – die Kinder als die Opfer der Erwachsenen gesehen. Es sind die Erwachsenen, die ihre eigenen Lebenskonflikte nicht bewältigt haben.

Freuds einsichtslose Beschuldigung von Gewalt-Opfern stellt praktisch eine „Verkehrung ins Gegenteil“ des „Psych-Analyse“- Modells von Josef Breuer dar. Deshalb könnte man auch das Freudsche Modell „Psycho-Analüge“ nennen – zur besseren Abgrenzung von Breuers klugem Ansatz zur „Psych-Analyse“. (Dieser Vorschlag muss sich noch weiter durchsetzen.)

 

 

Zur Einleitung geht’s hier

 

Adresse des Autors:
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66123 Saarbrücken

KlausSchlagmann@aol.com

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am 19. Dezember 2014